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Eine unterschätze Hilfe: Das Zyklustagebuch

  • Lena
  • June 1, 2026 at 7:04 PM
  • 92 Views
  • 0 Comments
Viele Beschwerden in den Wechseljahren kommen zyklisch, teilweise so deutlich, dass man die Uhr danach stellen könnte. Und trotzdem dauert es oft Jahre, bis es einem selbst auffällt. Ein Zyklustagebuch kann helfen.
Contents [hideshow]
  1. Der Zyklus verändert sich
  2. Zyklus-App oder Zyklus-Kalender
  3. Das klassische Tagebuch, aber für den Zyklus.
  4. Wofür ist das Zyklus-Tagebuch gut?
  5. Was nehme ich als Tagebuch?

Die Wechseljahre beginnen oft nicht von einem auf den anderen Tag. Schon mit Anfang 30 können Phasen mit Ängsten auftreten, mit Mitte 30 merkt man vielleicht plötzlich die Zyklusmitte, vielleicht wird das PMS stärker, mit Anfang 40 setzt vielleicht zum ersten Mal die Blutung aus und man fragt sich: Stimmt was nicht mit mir, bin ich Schwanger oder fangen jetzt die Wechseljahre an?

Der Zyklus verändert sich

Im Laufe des weiblichen Lebens verändert sich der Zyklus. Während die meisten in jungen Jahren einen 28 Tage Zyklus haben, verkürzt er sich meist irgendwann auf 26, dann 24 oder weniger Tage. Irgendwann können es auch mal 16 oder 18 Tage sein – oder auch mal über 30.

Meist pendelt es sich bei einer Zykluslänge von 24 bis 26 Tagen ein, egal ob eine Blutung kommt oder nicht, denn die Zyklen gehen trotzdem oft „stumm“ weiter. Wer auf sich achtet, kann auch ohne Blutung noch nachvollziehen, wo man ungefähr im Zyklus steht.

Zyklus-App oder Zyklus-Kalender

Die meisten Frauen führen eine Zyklus-App oder einen Zyklus-Kalender, um nicht irgendwann von der Periode überrascht zu werden. Andere nehmen vielleicht die Pille und wissen dadurch auch immer genau, wo sie stehen. Andere machen gar nichts, sondern lassen sich jeden Monat neu überraschen, wann die Blutung los geht.

Ein einfacher Zykluskalender ist eigentlich nur dafür gedacht, dass man die Blutungen einträgt und so immer weiß, wann man vorsorgen sollte um keine blutende Überraschung zu erleben.

In den meisten Zyklus-Apps kann man nicht nur die Tage der Blutung eintragen, sondern auch weitere Dinge, wie Beschwerden rund ums PMS, wie der Schleim rund um den Eisprung gestrickt ist oder wie die Körpertemperatur ist. Meist sind die Apps aber eher auf Verhütung bzw. Kinderwunsch ausgelegt. Sie sind aber auch in den Wechseljahren nutzbar und hilfreich. Man sieht auf den ersten Blick, wie lang der Zyklus schon geht, auch wenn die Blutungen mal wieder länger auf sich warten lassen. Auch einzelne Beschwerden können notiert werden, die Stärke der Blutungen, PMS-Beschwerden und so weiter. Wer es also digital mag, kann so eine App als Hilfe hinzuziehen.

Das klassische Tagebuch, aber für den Zyklus.

Wer es lieber etwas ausführlicher mag besorgt sich ein echtes Tagebuch und schreibt täglich seine Beschwerden auf. Im Gegensatz zur App kann man die Übersicht selbst gestalten und wirklich nur die Dinge notieren, die einem wichtig vorkommen. Welche Beschwerden sind da? Wie war der Schlaf? Gab es Stress irgendwo? Ist man im Urlaub oder in einer Arbeitswoche? Hat man sich viel oder wenig bewegt? Gab es typische Beschwerden wie Unterleibziehen oder Hitzewallungen, oder kommen vielleicht auch Beschwerden regelmäßig wieder, die man nicht zum Zyklus gerechnet hätte?

So bekommen manche Frauen nicht nur PMS sondern auch seltsame Krankheitsängste, sobald die Periode sich ankündigt – oder eben nicht ankündigt, aber die Beschwerden sind dennoch da. Vielleicht wird der ein oder anderen Frau immer in der Zyklusmitte übel. Vielleicht verschwinden alle Beschwerden mit dem Einsetzen der Periode, oder vielleicht gibt es einen Tag der Besserung ohne einsetzende Blutung, so dass man da Tag 1 vermuten könnte. So kann man vielleicht nach und nach die Symptome und Beschwerden besser zuordnen.

Wofür ist das Zyklus-Tagebuch gut?

In den Wechseljahren können die unterschiedlichsten Beschwerden auftreten und oft weiß man nicht, ob es die Hormone sind. Vielleicht ist es doch der persönliche Stress oder eine Krankheit.

Schreibt man aber die Beschwerden einige Monate mit, sowohl die schlechten Phasen, als auch die guten Tage, fallen einige Beschwerden auf, die tatsächlich abhängig vom Zyklus sind. Das kann alles sein, von Schwindel, über Schwitzen, Magen-Darm-Probleme, Stimmungsschwankungen, Ängste, depressive Verstimmungen, trocken Haut, oder oder oder.

Zusätzlich kann man auch mit aufschreiben, wenn man „Hilfsmittel“ einnehmen möchte, egal ob Nahrungsergänzung, Hormonersatz oder pflanzliche Mittel. Auch in dem Fall kann man genau aufschreiben, ob sich etwas verändert. Manche der Hilfsmittel machen Nebenwirkungen, schlagen auf den Magen oder helfen einfach gar nicht. In dem Fall kann man auch das besser nachvollziehen. Genauso merkt man vielleicht schneller, wenn etwas hilfreich ist.

Und nicht nur die täglichen Schwankungen sind wichtig, sondern auch der Tagesverlauf. Vielleicht ist die Unruhe morgens stärker, aber ab abends ist man immer entspannt, vielleicht hat man morgens keinen Hunger, könnte aber abends alles essen, was man sieht.

Vielleicht hängen diese Phasen mit der zeitversetzten Einnahme von Medikamenten zusammen, worüber man sich nie Gedanken gemacht hat. Auch das kann durch so ein Tagebuch deutlicher werden.

Was nehme ich als Tagebuch?

Worauf man schreibt, ist jedem selbst überlassen. Man sollte sich aber damit wohlfühlen. Wer mit einem Kalender oder einer App gut klar kommt, hat damit schon eine Basis. Manche schreiben lieber etwas mehr und sitzen viel am Computer, da kann ein einfaches Office-Dokument reichen.

Vielleicht möchte jemand seine Erfahrungen teilen, dann bietet sich ein Blog an oder ein Account in den sozialen Medien.

Wer es lieber klassisch mag und mit Stift und Papier arbeiten möchte, der kauft sich ein passendes Buch. Das kann von simplen Schulheft bis hin zum dicken Notizbuch alles sein. Was einem gefällt.

Mittlerweile kann man im Handel schon hübsche vorgedruckte Zyklus-Tagebücher kaufen, wo man vorgefertigte Bereiche hat, die man ausfüllen kann. Von Stimmung, über Beschwerden, bis hin zu Mondphasen wird einiges abgefragt, man muss man nur noch seine Gedanken niederschreiben.

Viel Erfolg!

  • Wechseljahre
  • Menopause
  • Hormone
  • Zyklus

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