• Fahrt ihr noch Auto? 33

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    Liebe Frauen,

    mich würde interessieren, wer hier alles kein Auto mehr oder nur noch Kurzstrecken fahren kann. Man liest ja in vielen Beiträgen am Rande, dass viele damit Probleme haben.

    Bei mir fing das ca. mit 42 an, dass ich von Schnelligkeit überfordert war, daher bin ich nie Bundesstraße oder Autobahn gefahren. Ich saß damals total verzweifelt bei meiner internistischen Ärztin und meinte, jetzt wird es spuki, was passiert mit mir. Von Puddingbeinen mal abgesehen, wo ich Schiss habe, nicht mehr bremsen zu können, weil ich die nicht im Griff habe für kurze Momente. Aber letztens wollte ich im Cafe mein Milchkaffee Glas nehmen und mein Gehirn hat völlig verzögert reagiert. Meine Hand hat nicht ausgeführt, was ich wollte.

    Wir hatten damals beide gedacht, dass ich psychisch überlastet bin und ne psycho somatische Reha beantragt, die null was gebracht hat, außer eine Zustandsverschlechterung. Ich habe danach noch ein paar Mal halbherzige Versuche im Ort unternommen, es war mir irgendwann zu gefährlich und ich bin gar nicht mehr gefahren.

    Aber weil das Thema hier immer wieder mal kommt, schöpfe ich Hoffnung, dass es vielleicht irgendwann wieder geht. Dann wäre ich sehr schnell bei der Fahrschule, um mal zu testen, denn ich habe kein Auto mehr. Aber momentan kann ich mir das noch nicht vorstellen.

    Vielleicht kann auch jemand, der sich mit auskennt eine Umfrage draus machen, dann ist es anonym zum Beispiel Lena

    Schönen Abend allen! Liebe Grüße Tanja

  • Hallo Tanja!

    Ich war nie die Viel- oder Schnellfahrerin.Bin auch ganz selten in Großstädten gefahren.Letztes Jahr zum runden Geburtstag ca 80 km insgesamt gefahren,froh und stolz gewesen als ich abends wieder zuhause war.Sollte noch länger bleiben,bin aber lieber im Hellen zurück.Mittlerweile fahre ich nur zum Einkaufen und zur Arbeit.Möchte heutzutage keinen Führerschein mehr machen oder Fahrrad fahren bei dem Verkehr und Verhalten teilweise.

    Dir auch einen schönen Abend!

  • Lena vielen lieben Dank fürs schnelle reagieren du bist Klasse!

    @Sunflower. Danke für deine ehrliche Antwort.

    Mir hat damals die Ärztin gesagt, sie möchte, dass ich nur noch im Dorf Auto fahre, sind überall 30er Zonen, damit ich die Routine nicht verliere. Also dass, was du Sunflower, mit dir bekannten Strecken Einkaufen und Arbeit ja hast.

    Und ich sollte mir ein Fahrrad fürs Einkaufen etc kaufen, Lebensmittelgeschäfte sind im Nachbarort, damit ich wo hin komme und nebenbei die Beine trainiere. Das ging auch sehr lange gut.

  • Ich war anfangs fast ein Jahr krank geschrieben und bin in der Zeit höchstens einmal pro Woche Auto gefahren.Als ich wieder angefangen habe zu arbeiten,bin ich die erste Zeit mit dem Bus gefahren.Irgendwann bin ich dann in meinem ruhigen Wohngebiet ein paar Mal um Pudding gefahren bevor ich mich wieder mit dem Auto zur Arbeit getraut habe (nur 10 Min. Weg).

    Du schaffst das auch Lena übt ja auch wieder :daumen:

  • @Sunflower danke für deine lieben Worte.

    Momentan könnte ich mir das nicht vorstellen, weil ich in einer Phase bin, wo sich grad alles wieder verschlimmert, die geht auch wieder vorbei. Aber ich finde das für die Zukunft wichtig, weil ich aus den Gründen irgendwann umziehen werde. Ich will nicht mein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein, sondern selbst wieder zum Einkaufen kommen. Und momentan würde das halt nur gehen, wenn ich zentraler wohnen würde, denn mit dem Rad komme ich ja, wenn es nicht regnet, zum Bäcker und zum Ehrenamt. In meinem derzeitigen Radius, den ich schaffe, gibt es so gut wie nichts.

    Ich bin momentan eh viel am Rücküberlegen, wann fing das ganze eigentlich an und ich hatte das nur nicht bemerkt, sondern auf die Psyche geschoben. Ich denk da immer an die Betäubungsspritze beim Zahnarzt, wo ich so heftig aufs Adrenalin reagiert habe. Abgeschwächt hatte ich das schonmal mit 37 Jahren. Das werden schon die Vorboten der Hormonumstellung gewesen sein, denn davor hatte ich nie Probleme mit Betäubungsspritzen oder Narkose, wo überall Adrenalin drin ist.

  • Hallo Tanja,

    ich bin fast drei Jahre wegen Schwindel, Unruhe, etc. nicht gefahren. Dann kam Corona, es war mir nicht möglich, mit der Maske in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Also musste ich mit ans Steuer, der Anfang war natürlich schwer, mittlerweile fahre ich sehr gerne und auch sehr weite Strecken.
    Ich bin so dankbar, denn selber fahren ist ein Stück Freiheit, die ich nicht missen möchte.
    Nur Mut…


    Liebe Grüße

    Zoé

  • Lieben Dank an alle, die abgestimmt haben, ich finde es sehr interessant, sind ja einige, die nicht mehr fahren.

    Hier im Dorf fällt mir das öfters auf, wenn von der älteren Generation ein Ehepartner verstorben ist. Oft sind es die Frauen, wo der Mann ein Leben lang gefahren ist, die dann von anderen abgeholt werden und sich erst mal mit dem selbst Auto fahren wieder beschäftigen müssen.

    Vor Jahren hatte ich Gespräche in der Sauna, da bin ich noch gefahren, aber sehr eingeschränkt. Da erzählten dann einige, dass sie irgendwen kennen, der grad auch nicht mehr aus gesundheitlichen Gründen fährt, da ging es aber um ein Alter der Wechseljahre, war mir damals nicht bewusst.

    Mir macht das alles jetzt Mut, dass nicht jetzt, aber vielleicht in Monaten es wieder möglich wird mit der nötigen Übung.

    Heut bin ich nach den ganzen Regentage auf meinem Radel rumgeiert, mir fehlte wieder die Routine, erst kurze Strecken und dann hab ich es doch zum Ehrenamt geschafft, es tat so gut!

    Meine Ü80 Nachbarin kann wieder Auto fahren, braucht zum laufen aber ihren Rollator, ich finde das solch niedliche Kombi.

    Aber egal wie, es geht ja um Mobilität, die man braucht, um am Leben teil zu haben.

    Guts Nachtle Tanja

  • Ich habe "was anderes" ausgewählt. Ich habe einen Führerschein, bin aber seit 18 Jahren kein Auto mehr gefahren. Ich brauchte nie einen eigenen Wagen, ich bin immer mit Bus und Bahn von A nach B gekommen. Allerdings hat sich das in den letzten Jahren deutlich verändert, da die Bahn nicht wirklich mehr zuverlässig ist. Ich würde schon gerne wieder Auto fahren, aber ich bekomme schon als Fahrradfahrerin mit, wie irrsinnig und bekloppt Autofahrer unterwegs sind, dann die ganzen Staus und Baustellen auf den Autobahnen, die Kosten für den Unterhalt des PKW... Und wenn der PKW mal kaputt ist, muss ich doch wieder mit Bus und Bahn fahren und habe Reparaturkosten an der Backe...

    Alles Faktoren, die mich zur Nicht-Fahrerin machen. Auch fühle ich mich auf 2 Rädern wohler als auf 4, ich hatte vorher immer unterschwellig das Gefühl, dass ich über eine Blechkiste nicht so viel Kontrolle habe wie über ein Zweirad.

  • Siehst du, ich als Autofahrerin sehe eher die bescheuerten Radfahrer, die sich durch Autoreihen schlängeln und rote Ampeln völlig ignorieren. Dass nicht mehr passiert, grenzt an ein Wunder.

    Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht eine negative Erfahrung in diese Richtung mache. Und wenn was passiert, ist der Autofahrer schuld. Radfahrer sollten auch für Vergehen belangt werden.

    Irene

  • Reni, ich bin keine solche Radfahrerin, im Gegenteil ^^ Ich gucke immer für vier: Für mich, die Autofahrer, Radfahrer/E-Bike-Fahrer UND Fußgänger. Alle bekloppt (außer dir) ^^ Übel finde ich diese ganzen E-Bike-Fahrer. Meistens wirklich "alte Säcke", die so fahren, als hätten sie nicht mehr genug Lebens-Zeit, und meinen deshalb, alles und jeden über den Haufen fahren zu müssen, der nicht bei drei zur Seite gesprungen ist. Hatte letztens eine Diskussion an einer Ampel mit einer sehr alten E-Bike-Fahrerin; ich war auf dem Radweg mit ca. 15 km/h unterwegs, und sie überholte mich mit gefühlt 25 km/h auf dem Gehweg und auch noch rechts und beschwerte sich noch, ich "würde langsam herumschnecken". Auf dem Gehweg! Nebenbei schnitt sie auch noch einen Fußgänger, der gerade aus dem Haus kommen wollte.

    Sowas!

  • Okay, ich habe auch ein E-bike und bin 64 aber die meiste Zeit fahre ich ohne Unterstützung. Rad kommt im Frühjahr weg will wieder ein einfaches ohne E. Bei uns in NL haben wir ja tolle Radwege aber trotzdem trage ich immer Helm. Sicher ist sicher.

  • Reni, ich bin keine solche Radfahrerin, im Gegenteil ^^ Ich gucke immer für vier: Für mich, die Autofahrer, Radfahrer/E-Bike-Fahrer UND Fußgänger. Alle bekloppt (außer dir) ^^ Übel finde ich diese ganzen E-Bike-Fahrer. Meistens wirklich "alte Säcke", die so fahren, als hätten sie nicht mehr genug Lebens-Zeit, und meinen deshalb, alles und jeden über den Haufen fahren zu müssen, der nicht bei drei zur Seite gesprungen ist. Hatte letztens eine Diskussion an einer Ampel mit einer sehr alten E-Bike-Fahrerin; ich war auf dem Radweg mit ca. 15 km/h unterwegs, und sie überholte mich mit gefühlt 25 km/h auf dem Gehweg und auch noch rechts und beschwerte sich noch, ich "würde langsam herumschnecken". Auf dem Gehweg! Nebenbei schnitt sie auch noch einen Fußgänger, der gerade aus dem Haus kommen wollte.

    Sowas!

    Ui ja! E-Bike und Lastenfahrräder. Ganz oben auf meiner Liste...:daum:

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass gerade ältere Menschen die Geschwindigkeit ihres E-Bikes gar nicht einschätzen können. Fahr mal so jemanden über den Haufen. Da wirst du nie mehr froh.

    Irene

  • Ich sehe das genauso wie Irene. Mich wundert das manchmal, wie viele ältere Menschen mit dem E-Bike wirklich sehr schnell unterwegs sind. Von daher habe ich ein ganz normales Fahrrad, ich nenne es liebevoll "Bio - bike" :).

    LG Jamila

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